Wo liegt der Hund begraben? 

Es heißt, dass die große Mehrheit der Start-ups scheitern. Viele sogar innerhalb des ersten Jahres. Warum passiert das und wie geht man mit dieser Unsicherheit beim Gründen um? Die Hitparade der vielzitierten Gründe führen an: fehlender Markt, schlechtes Produkt, Krisen im Team und fehlendes Kapital. Das ist alles richtig, weil empirisch zu beobachten. Vielleicht sind das aber nur Symptome und die Ursache steckt ganz woanders.

Impact Start-ups sind keine Fast Food-Läden

Impact Start-ups betreten mit einer Innovation meistens Neuland. Es liegt in der Natur des Neulands, dass es noch keine guten Erfahrungswerte gibt, wie man erfolgreich gründet. Ganz anders verhält es sich, wenn man einen Fast Food-Laden aufmachen will. Hier gibt es ausreichend Erfahrungswerte wie man erfolgreich gründet. Die Spielfeld der Impact Start-ups ist allerdings die grüne Wiese im Neuland.

It’s us, stupid!

Also ist nichts planbar – leicht gesagt. Und nun? Wenn man sich auf nichts verlassen kann, weil nichts wirklich sicher und planbar ist, bleibt nur noch eines: sich auf sich selber zu verlassen. Auf Unsicherheit reagiert man am besten mit Geschick und Flexibilität. Konkret heißt das, den Fokus auf den Impact zu richten und dabei flexibel bleiben. Statt sich in Produkt-Featuritis und blinden Aktionismus zu ergehen, heißt es das Gründen-Hamsterrad regelmäßig anzuhalten und immer wieder zu hinterfragen: Erreichen wir unseren Impact mit dem aktuellen Produkt-/Serviceangebot? Wo muss ggf. neu gedacht werden? Wo heißt es Abschied zu nehmen von geliebten Ideen (‚kill your darlings‘)?

Mal ganz ehrlich: läuft bei uns oder knirscht es?

Eine regelmäßige Reflexion der Roadmap und der Ziele wird zum strategisch wichtigsten Tool der Gründer*innen. Es gilt herauszufinden, wie die Weichen zu stellen sind, um aus der Sackgasse wieder rauszukommen und besser gar nicht erst reinzugeraten. Wo sind die Blockaden im Team? Nicht selten sind die Gründer*innen der Engpass. Ist das Produkt überhaupt Impact- und Business-tauglich? Läuft es rund im Team – oder knirscht es? Den Kompass für das Start-up regelmäßig auszurichten – das ist der Mehrwert von erfahrenen Coaches und Mentoren.