Proof-of-Concept? Und auf deutsch?

Ein guter Proof-of-Concept zeichnet sich dadurch aus, dass eine Lösungsidee erfolgreich in der Zielgruppe verprobt wurde. Zielgruppe heißt hierbei jenseits von family & friends. Die Basis für eine gute Idee ist ein sehr, sehr gutes Verständnis für das zu lösende Problem. Gute Leitfragen hierbei sind u. a.:

  • Was ist das eigentliche Problem? Was wird täglich schlimmer für die Betroffenen?
  • Wie ist es entstanden? Warum gibt es noch keine Lösung?
  • Wie groß und relevant ist das Problem für die Betroffenen wirklich? Wie arrangieren sich die Betroffenen heute mit der Situation?

Je besser die Vorarbeit, desto besser weiß man als Gründer*in, ob hier wirklich ein Bedarf und ein langfristiges Potenzial für ein Unternehmen bzw. eine Organisation vorhanden ist.

Problem erkannt heißt noch nicht verstanden

Um ein Problem gut zu verstehen, muss man es im Kontext der Betroffenen erleben, wenn man nicht selber zu den Betroffenen zählt. Selbst dann, sollte man sehr vorsichtig mit seinen Annahmen sein. Die größte Gefahr in der Phase der Problem-Durchdringung besteht darin, dass man nur sehr oberflächlich analysiert bzw. zu schnell aus Annahmen fatale Überzeugungen entwickelt. Achtung auch vor Umfragen – hier wird allzu oft Bedarf und Bedürfnisse missverstanden; und Auswertungen von weniger als 100 Meinungen sind nichts als ein statistischer „random walk“, d.h. die Zuverlässigkeit der Aussagen geht gegen Null.

Problem verstanden heißt noch nicht Lösung gefunden

Je besser das Problem verstanden wurde, desto offensichtlicher erscheint ‚die‘ ideale Lösung. Ideale passen gut in den Träume-Schrank (und hin & wieder im Leben eines Start-ups sollte man nochmal hier reinschauen). Um eine erfolgreiche Organisation bzw. Unternehmen aufzubauen, braucht es gerade am Anfang oftmals Kompromisse, weil ein Impact Start-up selten alle Ressourcen von Anfang an zur Verfügung haben wird. Statt „ideal“ ist man mit „optimal“ besser bedient. Optimal heißt unter den gegebenen Umständen die beste Lösung zu entwickeln.

Kill your darlings

Die optimale Lösung entwickelt man optimalerweise in einem engen Austausch mit den Betroffenen, denn dann bekommt das Impact Start-up ehrliches und unverblümtes Feedback zu der Lösung. In der Entwicklung der optimalen Lösung kommt ein Impact Start-up nicht umhin, mehrere verschiedene Ideen zu testen, zu verwerfen und anzupassen. Nicht selten arbeitet ein Impact Start-up einen Großteil seiner Zeit für den Ideen-Mülleimer. Wenn eine Idee dem Betroffenen nicht hilft, heißt es „kill your darlings“: Ein anderer Ansatz muss her. Wenn das Impact Start-up diesen Prozess erfolgreich durchlaufen hat, kann man von einem Proof-of-Concept sprechen: Das Problem und der Kontext der Betroffenen ist inhaliert und die beste der möglichen Lösungsideen wurde erfolgreich bei repräsentativen Nutzer*innen/Kund*innen verprobt, wobei „erfolgreich“ ausschließlich im Auge der Nutzenden/Kund*innen liegt. Es geht ja um Impact.

Von Proof-of-Concept zu Proof-of-Market: nachhaltige Wirkung nachhaltig erzielen

Wenn das Impact Start-up eine optimale Lösung entwickelt hat, gilt es Reichweite in der jeweiligen Zielgruppe zu erzielen, Impact-Qualität zu gewährleisten und gleichzeitig die Grundlagen für eine wirtschaftlich nachhaltige Organisation bzw. Unternehmen zu legen. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Es braucht eine Impact-volle Lösung, die kostengünstig angeboten werden kann, eine exzellente Umsetzung und eine überzeugende Kundenstrategie sowie ein stabiles Fundament für die Organisation bzw. das Unternehmen. Der Accelerator von Impact Collective hilft Impact Start-ups individuell bei der Skalierung und Problemlösung. Jetzt bewerben!